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25. Januar 2026

Kuchenaktion-Plakat

Manchmal beginnt Solidarität ganz einfach – mit Mehl an den Fingern, Schokolade im Gesicht und einer richtig guten Idee. Genau so war es bei der Klasse 6a der Privaten Realschule Pindl in Regensburg, die mit einer selbst organisierten Kuchenaktion Großes bewirkt hat.

Der Anlass: Josephine, 19 Jahre alt, aus der Nähe von Jinja in Uganda.

Wer ist Josephine?

Josephine lebt mit ihrer Mutter und fünf Geschwistern in Ostuganda. Die Mutter ist alleinerziehend und hat als Köchin in einem kleinen Restaurant jahrelang dafür gesorgt, dass alle Kinder zur Schule gehen konnten – keine Selbstverständlichkeit in Uganda.

Doch im vergangenen Jahr änderte sich alles: Die Mutter brach sich ein Bein, konnte monatelang nicht arbeiten und ist bis heute körperlich eingeschränkt. Krankengeld oder soziale Absicherung gibt es nicht. Seitdem hat die Familie kein regelmäßiges Einkommen, Schulden häufen sich – und Josephines Bildung steht auf der Kippe.

Denn in Uganda gilt: Wer die Schulgebühren nicht bezahlt, darf die Schule nicht besuchen.

Kuchenaktion-Josephine-Familie

Warum wir helfen möchten – und an Grenzen stoßen

Unser Verein Friends 4 Friends e.V. unterstützt derzeit 16 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Uganda auf ihrem Bildungsweg. Doch auch wir spüren, was viele Initiativen erleben:
Das Spendenaufkommen in Deutschland geht zurück, während die Ausbildungskosten in vielen afrikanischen Ländern steigen. Zusätzliche Hilfsanfragen sind deshalb oft schwer zu stemmen – so auch Josephines.

Dabei braucht sie für die letzten beiden Schuljahre bis zum Abitur pro Jahr 480 Euro, zahlbar in drei Raten (Februar, Juni und Oktober).
Ihr Traum: ein Studium der Rechtswissenschaften. Sie möchte Anwältin werden – aus guten Gründen, die sie selbst in ihrer Bewerbung eindrücklich beschreibt.

Die Idee, die alles veränderte

Unsere 1. Vorsitzende Andy arbeitet als Bildungsreferentin an Regensburger Schulen. Im Fach „Zukunft“ lernen SchülerInnen, wie unser Handeln mit dem Leben von Menschen in anderen Teilen der Welt zusammenhängt. Eigentlich ging der Spendenaufruf für Josephine nur an KollegInnen – doch eine besonders engagierte Lehrerin erzählte ihrer Klasse davon.

Kuchenaktion-Verkauf

Die Reaktion der 6a?

„Da müssen wir helfen!“

Und zwar richtig:
Eine Kuchenaktion, geplant wie ein kleines Großprojekt – mit Plakaten, Filmen, Durchsagen über den schulinternen Lautsprecher und Verkauf in der Pause.

Das Ergebnis: einfach grandios

Kuchen, Muffins, Schokotörtchen – alles selbst gebacken, alles verkauft.
Die stolze Bilanz: 263 Euro für Josephine.

Doch damit nicht genug. Die SchülerInnen wollten wissen:

– Kommt das Geld wirklich an?

– Wie lebt Josephine?

– Welche Fächer mag sie, welche nicht?

– Wie ist das mit den Jahreszeiten in Uganda, gibt es Schnee?

Also schrieben sie einen Klassenbrief, malten Bilder und schickten alles auf die Reise: über Altheim zu unserer Projektleiterin Vivian – und von dort direkt nach Jinja.

Kuchenaktion-Kuchen

Und Josephine?

Schaut man sich ihr Lächeln an, braucht es kaum Worte.
Dass sich eine ganze Schulklasse auf einem anderen Kontinent für sie einsetzt, ist für Josephine kaum zu fassen. Natürlich hat sie geantwortet – mit einem Brief voller Dankbarkeit.

Und wer weiß: Vielleicht ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen Kontinenten.

Unser Fazit

Hut ab, liebe 6a der Privaten Realschule Pindl!
Das war nicht nur Kuchenverkauf – das war gelebte Solidarität.
Richtig große Klasse.

Kuchanaktion-Briefe